Eigenschaften von Alginit

Alginit ist sehr schwach alkalisch. In einer 0,01 M CaCl2 Lösung gemessen wird ein pH-Wert von 7,6 erreicht. Diese moderate Alkalität zeigt besonders gute Wirkung auf sauren Böden. Die Anwendung von Alginit auf alkalischen Böden führt nicht zu einer Erhöhung des pH-Wertes.

Der Kalkgehalt (CaCO3) von Alginit beträgt bis zu 22%. Die Kalkpartikel sind sehr fein, leicht löslich und zeigen dadurch eine rasche Wirkungsweise.

Untersuchungen der Alginit-Mineraltextur bescheinigen eine Partikelzusammensetzung von 54% Ton, 40% Schluff und nicht mehr als 6% Sand. In der deutschen Bodenklassifikation (AG Boden 2005) entspricht eine solche Textur einem „schwach schluffigen Ton“. Röntgendiffraktionsuntersuchungen ergaben einen Gehalt von 50% Smectit und 40% Illit im Tonanteil von Alginit, welches, unter anderem, die enorme Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit erklärt.

Weiterhin beinhaltet Alginit 10% Vermiculit/Chlorite und einige wichtige Mikro- und Makronährstoffe, welche notwendig sind für komplexe Bodenverbesserungen und die Etablierung von Pflanzen.

Alginit beinhaltet folgende wesentliche Bestandteile:

• „fossile“ organische Substanz: bis zu 19%
• mineralische Substanz mind. 81%
   → Tongehalt: 54%
              – Smectit 50%
              – Illit 40%
              – Chlorit/Vermiculit: 10%

   → Schluffgehalt : 40%
   → Sandgehalt : 6%
• in den Fraktionen Ton, Schluff und Sand findet sich ein CaCO3 Gehalt von bis zu 22%

Wassereinsparung durch Verringerung von Verdunstung und Versickerung

Alginit hat die Fähigkeit, erhebliche Wassermengen zu speichern. 1 t Alginit speichert mindestens 630 L Wasser, wovon 430 L direkt pflanzenverfügbar sind. Das im Alginit gebundene Regen- und Bewässerungswasser versorgt Pflanzen je nach Bedarf und hilft diesen Dürreperioden besser zu überstehen. Die Fähigkeit Wasser zu speichern bleibt im Alginit endlos erhalten, so dass der Zyklus der Wasseraufnahme und -abgabe stets wiederholbar ist.

 

Verbesserung der Bodenqualität

Der Humusgehalt von Alginit beträgt bis zu 19 % in Form von „fossiler“ org. Substanz. Die Anwendung von Alginit erhöht den Humusgehalt des vorliegenden Bodens, erhöht die Feldkapazität, erhöht die Kationenaustauschkapazität und verbessert die Bodenstruktur. Darüber hinaus beinhaltet Alginit viele für Pflanzen notwendige Mikro- und Makronährstoffe.

 

Nachhaltige Nährstoffspeicherung

Alginit enthält vulkanisches Gestein, das den Boden mit Mineralien und Spurenelementen anreichert, welche durch die Pflanzen kontinuierlich entzogen werden. Die fossile Algenbiomasse des Alginits erhöht beträchtlich die Bodenfruchtbarkeit.

Der Ton- und Humusgehalt von Alginit führen zu einer hohen Kationenaustauschkapazität (KAK) von bis zu 35 cmol kg-1. Diese verbessert die Speicherfähigkeit für Nährstoffe (wie z.B. K, Ca und Mg) und minimiert deren Auswaschung.

Die durchschnittliche KAK eines Sandbodens beträgt 2 cmol kg-1. Durch Einmischung von Alginit in solche Böden wird die Auswaschung von Nährstoffen erheblich reduziert. Daraus resultiert eine hohe Einsparung an Personal-, Maschinen- und Düngekosten.

Durch die Erhöhung der KAK im Boden können Schwermetalle immobilisiert werden, wodurch sie nicht ins Grundwasser ausgeschwemmt oder von Pflanzen aufgenommen werden können. Die Bindung von Schwermetallen beeinflusst die KAK von Alginit (und damit die Nährstoffspeicherung) nur im geringen Maße.